Hypnose - Hypnosetherapie - Hypnoanalyse

Hypnose früher und heute

Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten
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Die Hypnose ist ein Bewusstseinszustand zwischen Schlaf und Wachsein (Trance). Dieser Zustand wird mit Hilfe verschiedener Methoden herbeigeführt. Schon vor 6000 Jahren wussten die Sumerer die Hypnose zur Überwindung von Krankheiten oder zur Erreichung von Zielen zu nutzen. Auch die alten Ägypter setzten die Hypnose zu bestimmten Zwecken ein. 

 

Die Hypnosepraktiken in der jüngeren Vergangenheit, d.h. etwa ab dem 17. Jahrhundert, bestanden im wesentlichen aus einer autoritären Form der Hypnose. Dabei wurden direkte Suggestionen, die eine entsprechende Veränderung oder Heilung im Patienten bewirken sollten, ständig wiederholt. Die Hypnotiseure bedienten sich dabei eines Befehlston, dem sich das Unbewusste der Patienten damals schwer widersetzen konnte. Diese Methode war zu dieser Zeit sehr erfolgreich, da es zum Alltag der damaligen Bevölkerung gehörte, Befehle zu befolgen und die Verweigerung dieser oft furchtbare Konsequenzen haben konnte. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Erfolge dieser autoritären Hypnose damals sehr beachtlich waren.  

 

In der heutigen Zeit verbinden viele Menschen mit Vorführungen wie der Showhypnose mit Kontrollverlust und Manipulation der Betroffenen. Die moderne Hypnose zu Heilzwecken oder Verhaltensänderungen hat Nichts mit Showhypnose zu tun. Die moderne Hypnose bedient sich verschiedener, klassische, wie auch moderne Methoden um Menschen in Trance zu versetzen.  Die inhaltliche Form der Hypnose ist allerdings nicht mehr nur rein suggestiv. Schon Siegmund Freud hatte sich von der alten, klassischen Hypnose - Methode abgewendet, nachdem er festgestellt hatte, das diese aus verschiedenen Gründen oft versagte. Der Befehlston in der Hypnose verschwand spätestens nach Freud mehr und mehr aus den praktischen Hypnoseanwendungen. In der heutigen, modernen Hypnose werden autoritäre Suggestionen weitestgehend vermieden.  

 

Die moderne Hypnose ist sanft, wissenschaftlich fundiert und individuell.  

 

Um bestimmte Themen mit Hilfe des Unterbewusstseins zu bearbeiten, wird die betreffende Person in einen Trancezustand versetzt. Die Trance ist ein Zustand, bei der die Wahrnehmung und die Aufmerksamkeit eingeengt wird. Jeder Mensch erlebt im Alltag Trancezustände. Das ist immer dann der Fall, wenn die Betroffenen sehr auf eine Sache konzentriert sind. In diesen Zuständen ist die Wahrnehmung der Außenwelt reduziert.   

 

Hypnosetherapie oder klinische Hypnose

Das Unterbewusstsein entspricht dem Teil des Eisberges, der sich unter Wasser befindet - ein riesiges, ungenutztes Potential.
Das Unterbewusstsein entspricht dem Teil des Eisberges, der sich unter Wasser befindet - ein riesiges, ungenutztes Potential.

 

Die Hypnosetherapie wird auch als klinische Hypnose bezeichnet. Diese Methode findet im therapeutischen oder medizinischen Kontext Anwendung, um psychische oder körperliche Symptome zu lindern oder zu überwinden. In der Psychotherapie ist sie hilfreich, da in unserem Unterbewusstsein unsere Erfahrungen, unser Wissen, Eindrücke gespeichert sind, auf die wir im bewußten Zustand oft keinen Zugriff haben. Während der Hypnose wird dieser Zugriff möglich gemacht. Im Zustand der Hypnose wird das bewusste Denken in den Hintergrund geschoben, um mit dem Unterbewusstsein in Verbindung treten zu können und notwendige Veränderungen anzuregen.   

 

In Bildgebenden Verfahren (EEG und MRT) kann nachgewiesen werden, dass die Hirnaktivität unter Hypnose weder der des Wachzustandes, noch des Schlafzustandes entspricht, sondern eher dem Zustand in der Meditation nahe kommt. Bei der Hypnose handelt es sich um einen veränderten Bewusstseinszustand, bei dem der Betroffene Zugriff auf Erfahrungen und Erinnerungen, Fähigkeiten und Möglichkeiten hat, auf die er im "normalen" Wachzustand nicht kommen würde. Übliche Bewertungsmuster (das kann ich nicht, das darf ich nicht, ich muß doch...) treten in den Hintergrund und es wird Raum für Neues bzw. neue Verknüpfungen (im Gehirn) geschaffen.  Gleichzeitig besteht während des Zustands der Hypnose eine hohe Aufnahmebereitschaft für Suggestionen und damit zur Veränderung von Gefühls,- und Verhaltensmustern wie auch der individuellen Wahrnehmung. Aus diesem Grund wirken Hypnosen, wenn sie professionell angewendet werden, auf so vielfältige Weise. Wie zum Beispiel bei Veränderungen des Essverhaltens, bei psychosomatischen Krankheitsbildern (Schmerzen) und Gefühlen wie Ängsten oder vermindertem Selbstwertgefühl.

 

Hypnoanalyse

In der Hypnoanalyse wird die Ursache eines unliebsamen Verhaltens, eines Problems oder eines "Leidens" erforscht. Viele Themen haben ihren Ursprung in früheren Erfahrungen, unbewußten Prägungen, in alten Gefühlen oder erlernten Mustern. In der Hypnoanalyse werden diese Ursprünge sichtbar gemacht, emotional verarbeitet und nachhaltig aufgelöst. Besonders hilfreich ist diese Form der Hypnose bei Ängsten, inneren Blockaden und wiederkehrenden Mustern. 

Selbsthypnose

Die Selbsthypnose ist eine Methode, bei der sich Betroffene selbst in einen entspannten Zustand versetzen und meist mit Hilfe von Suggestionen ein bestimmtes Ziel verfolgen. Zur klassischen Selbsthypnose gehört das Autogene Training. Welches gut einsetzbar ist, bei innerer Anspannung, Ängsten, körperlichen Störungen, wie Schlafstörungen, Schmerzen, Verdauungsstörungen und andere Beschwerden.  

Welche Methode ist die Richtige?

So individuell wie die Menschen sind, sollte auch die Behandlung sein. Deshalb kombiniere ich gern verschiedene Methoden, um Sie bestmöglich zu unterstützen. Da es mir wichtig ist, Sie sicher und individuell begleiten zu können, führe ich zunächst ein Erstgespräch, um Sie besser kennen zu lernen und spätere Hypnosesitzungen individuell und zielführend zu gestalten.